Internistische Gemeinschaftspraxis Hamburger Straße in Buchholz / Nordheide

Kurznarkose („Schlafspritze“)

Für Magen- und Darmspiegelungen sowie für das Schluck-Echo bieten wir die Möglichkeit einer Kurznarkose an. Dadurch wird die Untersuchung vom Patienten kaum oder gar nicht wahrgenommen.

Es handelt sich hierbei nicht um eine Vollnarkose. Bei einer Vollnarkose (z.B. bei Operationen) werden mehrere Medikamente kombiniert und es ist meist eine künstliche Beatmung notwendig. Die von uns eingesetzte Kurznarkose hingegen besteht nur aus einem einzelnen Medikament, welches im Körper sehr schnell wieder abgebaut wird. Dadurch lässt sich die Kurznarkose sehr exakt steuern und hinterlässt nach dem Aufwachen - anders als die Vollnarkose - keine störenden Nachwirkungen (z.B. Übelkeit).

Wie erfolgt die Kurznarkose?

Es wird ein Kurznarkosemedikament (Propofol) über eine Venenkanüle verabreicht. Die Wirkung des Medikamentes tritt sehr schnell ein. Während der Untersuchung wird das Medikament bedarfsweise nachgespritzt, um den Schlaf aufrechtzuerhalten. Wenn das Ende der Untersuchung absehbar ist wird die Medikamentengabe beendet und der Patient beginnt aufzuwachen. Nach der Untersuchung erfolgt eine Nachbeobachtung im Aufwachraum bis die Wirkung des Medikamentes vollständig verflogen ist.

Welche Risiken bestehen?

Diese Art der Kurznarkose ist sehr gut steuerbar und dadurch sehr sicher. Während der Kurznarkose erfolgt eine maschinelle Überwachung („Monitoring“), wobei EKG, Blutdruck, Sauerstoffgehalt und Pulsfrequenz ständig gemessen werden. Außerdem erfolgt meist eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr über die Nase. Die für den Einsatz solcher Kurznarkosen vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen (bestimmte apparative und medikamentöse Ausrüstung, ständig mindestens ein weiterer Arzt sofort verfügbar, regelmäßige Schulungen des Assistenzpersonals, umfangreiche Erfahrung der Ärzte in der Handhabung der Narkosesubstanzen sowie in der Intensiv- und Notfallmedizin) sind durchweg in unserer Praxis gewährleistet. Eine detaillierte Information über die Kurznarkose erfolgt im ärztlichen Aufklärungsgespräch sowie durch die entsprechenden Informationsbögen, die Sie im Vorfelde erhalten. Insgesamt darf diese Form der Kurznarkose als sehr sicher bezeichnet werden und stellt seit langem das Standardverfahren bei Untersuchungen wie Magen- und Darmspiegelungen dar.

Was ist zu beachten?

Am Tag der Untersuchung mit einer Kurznarkose darf der Patient nicht mehr selbständig ein Fahrzeug führen sowie nicht an/mit gefährlichen Maschinen arbeiten! Man sollte sich nach der Untersuchung abholen und nach Hause bringen lassen. Der Patient verbleibt in der Praxis bis der behandelnde Arzt sich davon überzeugt hat, dass die Narkosewirkung vollständig verflogen ist und der Patient völlig orientiert und gangsicher ist.

Kann jeder die Kurznarkose bekommen?

Bei den meisten Patienten kann die Kurznarkose problemlos angewandt werden. Es ist aber eine individuelle Beratung und Risikoeinschätzung im Vorfelde durch den behandelnden Arzt notwendig. Bei bestimmten Konstellationen (z.B. schwere Herzschwäche oder schwere Lungenerkrankung; schlechter Allgemeinzustand; sehr hohes Alter) bestehen eventuell Einschränkungen bezüglich der Anwendungsmöglichkeiten.